Häufig gestellte Fragen
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- Gibt es einen nachweislichen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Antitranspirants und Brustkrebs?
- Gibt es wissenschaftliche Studien, die den möglichen Zusammenhang zwischen Antitranspirants und Brustkrebs direkt untersucht haben?
- Kann ein Antitranspirant verhindern, dass mein Körper schädliche Giftstoffe 'ausschwitzt'?
- Stimmt es, das Inhaltsstoffe von Antitranspirants durch die Haut eindringen und sich im Brustgewebe ansammeln, dort die Zell-DNS beschädigen und Brustkrebs hervorrufen können?
- Können Antitranspirants den Hormonspiegel beeinflussen und dadurch Krebs verursachen?
- Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Anstieg von Brustkrebs und der zunehmenden Verwendung von Antitranspirants?
- Brustkrebs tritt meistens im oberen, äußeren Quadranten der linken Brust auf - also in der Nähe der Stelle, wo Rechtshänder ihr Antitranspirant auftragen. Das scheint eine plausible Erklärung für einen Zusammenhang zu sein - ist es das?
- 8. Wenn Antitranspirants so sicher sind, warum werden Frauen dann angewiesen, solche Produkte vor einem Mammogramm zu vermeiden?
- Gibt es einen Zusammenhang zwischen einem höheren Brustkrebsrisiko oder anderen Gesundheitsschäden und der Verwendung von Antitranspirants nach dem Rasieren?
- Stimmt es, dass Antitranspirants einen Konservierungsstoff namens Paraben enthalten, der mit Brustkrebs in Verbindung gebracht wurde?
- Stimmt es, dass man Antitranspirant-Kristalle kaufen kann, die die Schweißbildung auf ähnliche Weise reduzieren wie Antitranspirants? Sind diese Kristalle eine sicherere Alternative zu Sprays und Roll-ons?
- Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Aluminiumgehalt in Antiperspirants und der Förderung von Brustkrebs durch einen erhöhten Östrogenspiegel?
1. Gibt es einen nachweislichen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Antitranspirants und Brustkrebs?
Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass das Brustkrebsrisiko durch die Verwendung von Antitranspirants erhöht wird. Demgegenüber ist die Sicherheit und gesundheitliche Unbedenklichkeit von Antitranspirants umfassend belegt. Eine große klinische Studie, die sich kürzlich mit dieser Frage befasste, hat keinen Zusammenhang festgestellt - und dieser Standpunkt wird von Krebsspezialisten, wohltätigen Krebsforschungs- und Krebshilfe-Organisationen sowie Regierungsbehörden weltweit geteilt (siehe Nützliche Links für weitere Informationen).
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2. Gibt es wissenschaftliche Studien, die den möglichen Zusammenhang zwischen Antitranspirants und Brustkrebs gezielt untersucht haben?
Ja. Eine umfangreiche Studie an Frauen zwischen 20 und 74, die im Oktober 2002 im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurde, untersuchte die Verwendung von Antitranspirants bei Frauen mit Brustkrebs. Dabei wurde die Verwendung von Antitranspirants innerhalb einer Gruppe von erkrankten Frauen mit einer Gruppe von gesunden Frauen der gleichen Altersruppe verglichen. Die Verwendung von Antitranspirants war in beiden Gruppen vergleichbar, so dass die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Antitranspirant und dem Auftreten von Brustkrebs feststellen konnten.
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3. Kann ein Antitranspirant verhindern, dass mein Körper schädliche Giftstoffe 'ausschwitzt'?
Nein. Diese Behauptung wurde in einer E-Mail aufgestellt, die vor einigen Jahren in Umlauf kam und auch in Pressemeldungen aufgegriffen wurde. Experten widersprechen dieser Theorie jedoch aus zwei Gründen:
- Der Körper schwitzt nicht, um Giftstoffe 'auszuspülen'.
- Antitranspirants haben keinen nennenswerten Einfluss auf die gesamte Schweißerzeugung des Körpers.
Giftstoffe werden zu rund 95% über Leber und Nieren ausgeschieden. Das Schwitzen dient zur Temperaturregulierung und nicht zur Ausscheidung von Giften - Schweiß besteht fast vollständig aus Wasser mit geringen Mengen Natrium und Lipiden, die beide nicht zu den Giftstoffen gehören.
Der Schweiß wird von 2 - 5 Millionen Schweißdrüsen erzeugt, die am ganzen Körper verteilt sind. Antitranspirants wirken ausschließlich im Achselbereich. Dort gibt es aber überraschend wenige Schweißdrüsen, die nur 1% vom gesamten Körperschweiß produzieren - wir spüren die Nässe einfach mehr, weil sie in den Achselhöhlen nicht so leicht verdunsten kann wie am restlichen Körper. Antitranspirants lösen sich nach dem Auftragen im Schweiß auf und bilden eine dünne Schicht auf der Haut, die den Transpirationsfluss über einen begrenzten Zeitraum reduziert. Dies hat jedoch keinen relevanten Einfluss auf die Schweißbildung und damit verbundene Kühlung des Körpers.
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4. Stimmt es, das Inhaltsstoffe von Antitranspirants durch die Haut eindringen und sich im Brustgewebe ansammeln, dort die Zell-DNS beschädigen und Brustkrebs hervorrufen können?
Die Vermutung, Inhaltsstoffe wie Aluminium- und Zirkoniumsalze könnten die Zell-DNS beschädigen, taucht gelegentlich in der Presse auf. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass sie sich wirklich im Brustgewebe ansammeln oder Einfluss auf die menschliche DNS nehmen können. Aluminium ist eines der am häufigsten vorkommenden Elemente auf der Erde und Menschen kommen tagtäglich damit in Kontakt. Schätzungen zufolge beträgt die Menge Aluminium, mit der wir durch die Benutzung von in Berührung kommen, nur etwa 2,5% der Menge, die wir durch unsere typische Ernährung zu uns nehmen - ohne Berücksichtigung der Aufnahme von Partikeln aus der Luft.
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5. Können Antitranspirants den Hormonspiegel beeinflussen und dadurch Krebs verursachen?
Es gibt keine Beweise dafür, dass Antitranspirants den Hormonspiegel beeinflussen, und jüngste Forschungsstudien haben keinen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Antitranspirants und dem Auftreten von Brustkrebs festgestellt. Tatsache ist, dass das Hormon Östrogen das Wachstum von Krebszellen beschleunigen kann und dass der steigende Östrogenspiegel bei Frauen in Industrienationen möglicherweise für die Zunahme von Brustkrebs verantwortlich ist. Dies hat jedoch andere Ursachen als die Verwendung von Antitranspirants.
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6. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Anstieg von Brustkrebs und der zunehmenden Verwendung von Antitranspirants?
Es ist richtig, dass Brustkrebs in Industrienationen eine steigende Tendenz aufweist. Allerdings gibt es viele wissenschaftliche Studien, die dies mit anderen Faktoren in Verbindung bringen, und keinerlei Beweise für eine krebsverursachende Wirkung von Antitranspirants. Vielmehr sprechen überzeugende wissenschaftliche Erkenntnisse gegen einen Zusammenhang zwischen Antitranspirants und Brustkrebs.
Die meisten Ärzte und Wissenschaftler, die sich mit dieser Frage befasst haben, führen die Zunahme von Brustkrebs in der industrialisierten Welt auf unsere typisch 'westliche' Lebensweise zurück, die sich in den letzten 50 Jahren entwickelt hat. Es gibt folgende bekannte Risikofaktoren für Brustkrebs:
Ernährung
Die nahrhafte, kalorienreiche Ernährung in westlichen Ländern sowie unsere bewegungsarme Lebensweise bewirken, dass Frauen hier mehr Östrogen erzeugen als ihre Geschlechtsgenossinnen in ärmeren Regionen. Der erhöhte Hormonspiegel und die dadurch gesteigerte Fruchtbarkeit sind vermutlich eine Reaktion auf die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Nahrung, aber dieses zusätzliche Östrogen bedeutet gleichzeitig, dass Frauen in Industrienationen ein höheres Brustkrebsrisiko haben.
Kleinere Familien
Das Problem eines erhöhten Östrogenspiegels wird durch ein weiteres typisches Phänomen in westlichen Ländern verstärkt: Frauen haben generell weniger Kinder. Der Östrogenspiegel ist während der Schwangerschaft und Stillzeit niedriger. Frauen in ärmeren Ländern haben in der Regel viele Kinder, was ihr Brustkrebsrisiko verringert. Frauen in westlichen Ländern dagegen haben eher kleinere Familien und profitieren dadurch weniger von dieser schützenden Wirkung. Wissenschaftler glauben außerdem, dass das höhere Durchschnittsalter bei der ersten Schwangerschaft in Industrienationen das Brustkrebsrisiko erhöht.
"Das höhere Risiko in westlichen Ländern ist höchstwahrscheinlich zum Teil auf einen höheren Östrogenspiegel zurückzuführen. Ein hoher Östrogenspiegel ist ein bekannter Risikofaktor für Brustkrebs, und weil Östrogen bei Frauen nach den Wechseljahren in den Fettzellen produziert wird, kann man Folgendes sagen: Je mehr Übergewicht Sie haben, desto höher ist wahrscheinlich Ihr Hormonspiegel."
Prof. Valerie Beral, Cancer Research UK
Lebensweise
Ein stärkerer Alkoholkonsum unter Frauen sowie zunehmendes Übergewicht wurden mit dem Anstieg von Brustkrebs und vielen anderen Krankheiten in Verbindung gebracht.
"Den Beweisen zufolge steigt das Risiko einer Brustkrebserkrankung, je mehr eine Frau trinkt. Frauen trinken heute mehr als früher, und wenn dieser Trend sich fortsetzt, wird sich das sicher auf die Brustkrebszahlen auswirken"
Prof. Valerie Beral, Cancer Research UK
Bessere Gesundheitsversorgung
Die zunehmende Verfügbarkeit von Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen hat zu einer weitaus besseren Früherkennung geführt, was wie ein drastischer Anstieg der Krebsfälle erscheint. Ferner tritt Brustkrebs typischerweise bei Frauen über 50 auf, und die vielzitierte 'Alterung' der Bevölkerung in der westlichen Welt bedeutet, dass die Anzahl älterer Frauen in der Bevölkerung und damit auch die jährlichen Fälle von Brustkrebs proportional zunehmen.
"Fälle von Brustkrebs sind gestiegen, weil britische Frauen mehr Alkohol trinken, übergewichtiger sind und später Kinder bekommen - alles Faktoren, die bekanntermaßen das Risiko erhöhen. Es gibt keinen Grund, sich über Deodorants Sorgen zu machen."
Dr. Tim Key, Cancer Research UK
7. Brustkrebs tritt meistens im oberen, äußeren Quadranten der linken Brust auf - also in der Nähe der Stelle, wo Rechtshänder ihr Antitranspirant auftragen. Das scheint eine plausible Erklärung für einen Zusammenhang zu sein - ist es das?
Man weiß seit über 50 Jahren, dass Brustkrebs vorrangig die linke Brust betrifft, aber das hat nichts mit der 'Überdosierung' von Deodorants durch Rechtshänder zu tun. Detaillierte Verbraucherforschung, bei der ein Messgerät in Antitranspirant-Sprays die auf beiden Seiten des Körpers verwendete Menge aufzeichnete, zeigte keinen nennenswerten Unterschied zwischen der verwendeten Menge, egal ob Sie nun Links- oder Rechtshänder sind.
Laut Forschungsergebnissen Ende der 90er Jahre ist die stärkere Krebsanfälligkeit der linken Brust auf die frühe Entwicklung im Mutterleib zurückzuführen: Für das Wachstum des Herzens ist auf der linken Brustkorbseite eine stärkere Durchblutung erforderlich. Genau diese zusätzlichen Arterien, Venen und Kapillargefäße machen die linke Brust später krebsanfälliger.
Bekannt ist auch, dass Brustkrebs zu 60% im oberen, äußeren Quadranten der Brust auftritt. Dieser Bereich enthält jedoch auch 60% des Brustgewebes, weshalb diese Zahlen nicht verwunderlich sind.
"Brustkrebs geht von Epithelzellen aus, die die Kanäle, Drüsen und milchproduzierenden Teile der Brust auskleiden. Bei jungen Frauen besteht die gesamte Brust aus festem Drüsengewebe. Mit zunehmenden Alter zieht sich dieses Drüsengewebe vom Brustknochenbereich in den oberen, äußeren Quadranten zurück und wird durch Fettgewebe ersetzt... wenn also dieser Quadrant das meiste Gewebe enthält, scheint es logisch, dass sich dort auch meistens der Krebs entwickelt."
Dr. Rosalind Given-Wilson, South West London Breast Screening Service
8. Wenn Antitranspirants so sicher sind, warum werden Frauen dann angewiesen, solche Produkte vor einem Mammogramm zu vermeiden?
Das hat nichts mit einem möglichen Krebsrisiko zu tun. Der Grund ist einfach, dass Spuren von Deodorant oder Antitranspirant bei einem Mammogramm auf dem Röntgenbild erscheinen und eventuell für verdächtiges Gewebe gehalten werden könnten.
9. Gibt es einen Zusammenhang zwischen einem höheren Brustkrebsrisiko oder anderen Gesundheitsschäden und der Verwendung von Antitranspirants nach dem Rasieren?
Wissenschaftliche Beweise deuten mit überwältigender Mehrheit darauf hin, dass es keinen Zusammenhang zwischen Brustkrebs und der Verwendung von Antitranspirants nach dem Rasieren gibt. Beim Rasieren können jedoch winzige Schnitte in der Haut entstehen. Manche Antitranspirants, vor allem Produkte mit gleichzeitiger Deo-Funktion, enthalten Alkohol, der frisch rasierte Haut reizt und ein wenig brennt.
10. Stimmt es, dass Antitranspirants einen Konservierungsstoff namens Paraben enthalten, der mit Brustkrebs in Verbindung gebracht wurde?
Parabene sind Konservierungsstoffe, die in vielen Produkten des täglichen Lebens enthalten ist, von Kosmetika, Shampoos und Haargel bis hin zu gewissen Nahrungsmitteln. Sie werden jedoch in Antitranspirants von Unilever und in den meisten anderen heute erhältlichen Antitranspirants nicht verwendet. Grund ist nicht eine etwaige Gesundheitsgefährdung durch diese Parabene, sondern die Tatsache, dass Antitranspirants im Allgemeinen selbstkonservierend sind. Zudem ist die EU-Komission überzeugt, dass Parabene unbedenklich sind und hat sie für eine breite Palette von Produkten zugelassen.
11. Stimmt es, dass man Antitranspirant-Kristalle kaufen kann, die die Schweißbildung auf ähnliche Weise reduzieren wie Antitranspirants? Sind diese Kristalle eine sicherere Alternative zu Sprays und Roll-ons?
In manchen Regionen Asiens reibt man zur Schweißreduktion zermahlene Alaunkristalle, Tawas genannt, in die Achselhöhlen. Die Antitranspirant-Kristalle, die oft als 'gesunde' Alternative vermarktet werden, werden ebenfalls aus Alaunkristallen hergestellt. Alaunkristalle sind ebenfalls Aluminiumsalze und reduzieren die Schweißbildung auf genau die gleiche Weise, wie 'moderne' Antitranspirants: sie verbinden sich mit dem Schweiß und bilden eine dünne Schicht auf der Haut, die den Transpirationsfluss über einen begrenzten Zeitraum reduziert. Auch moderne Antitranspirants enthalten Aluminiumsalze als aktiven Wirkstoff - gewöhnlich Aluminium Chorohydrate (ACH) oder Aluminium Zirconium Tetrachlorohydrex GLY (AZAG). Diese Salze wurden von den Antitranspirant-Herstellern sowie den zuständigen Behörden umfassend getestet und sind das sicherste und wirkungsvollste Mittel zur Regulierung der Schweißbildung.
12. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Aluminiumgehalt in Antiperspirants und der Förderung von Brustkrebs durch einen erhöhten Östrogenspiegel?
Es gibt derzeit keine Beweise dafür, dass Aluminium in Antiperspirants die Wirkung von Östrogen beeinflussen oder zur Entwicklung von Brustkrebs beisteuern kann. Einigen Beweisen zufolge können bestimmte Metalle die Östrogentätigkeit steigern und somit das Wachstum von Brustgewebe fördern. Laut mancher Studien hat insbesondere Kadmium eine östrogene Wirkung. Es liegen jedoch keine wissenschaftliche Beweise dafür vor, dass der Aluminiumgehalt in Antiperspirants in irgendeinem Zusammenhang mit östrogener Aktivität im menschlichen Brustgewebe steht. Im Gegenteil haben zahlreiche anerkannte Studien die Sicherheit von Inhaltsstoffen in Antiperspirants für die menschliche Gesundheit nachgewiesen.


